IG Metall Cottbus und Südbrandenburg
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20.05.2019, 03:05 Uhr

Kooperation von BTU und Apworks

In der Lausitz entstehen neue Leuchttürme für Wissenschaft und Wirtschaft

  • 12.03.2019
  • Aktuelles

Das bayerische Unternehmen Apworks siedelt sich künftig mit einer Niederlassung in Cottbus an und wird in enger Kooperation mit der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg zusammenarbeiten. Am Freitag, 8. März, wurde in Cottbus ein Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Unterzeichnung des Kooperationsvertrags: Christiane Hipp, kommissarische Präsidentin der BTU, Joachim Zettler, CEO von Apworks, Markus Bambach, Leiter des Lehrstuhls Konstruktion und Fertigung an der BTU, (sitzend v.l.) sowie Wirtschaftsminister Jörg Steinbach und Wissenschaftsministerin Martina Münch (stehend) – Foto: Claudia Lippert, Brandenburgisches Ministerium für Wirtschaft und Energie

„Mit der Ansiedlung von Apworks in Cottbus und der Kooperation mit der BTU entstehen neue Leuchttürme, die weit über die Region hinausstrahlen werden. Die Lausitz ist attraktiv für Forscherinnen und Forscher, aber auch für Fachkräfte aus der Industrie“, sagten die brandenburgische Wissenschaftsministerin Martina Münch und der brandenburgische Wirtschaftsminister Jörg Steinbach bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags.

Apworks ist eine 100-prozentige Tochterfirma von Premium Aerotec, einem Unternehmen von Airbus. Das Unternehmen macht Technologien und Innovationen aus der Luftfahrt für die Industrie nutzbar. Apworks wird im Rahmen der Kooperation eng mit der BTU Cottbus-Senftenberg zusammen¬arbeiten, an der das neue Forschungslabor ‘3DLAB‘ entstehen soll. Im ‘3DLAB‘ sollen künftig alle Prozessschritte des 3D-Drucks erforscht werden, um beispielsweise ultra-leichte Bauteile für die Luftfahrt oder Ersatzteile für unterschiedliche Industriezweige herzustellen. Insbesondere der von Airbus patentierte Aluminiumwerkstoff Scalmalloy®, der besonders hohe Leichtbaugrade ermöglicht, soll an der BTU weiterentwickelt werden.

„Wenn sich ein innovatives Unternehmen in Brandenburg ansiedelt, dann ist das immer eine gute Nachricht“, betonte Wirtschaftsminister Steinbach. „Wenn dieses Unternehmen zu einem führenden Konzern gehört und diese Ansiedlung dann auch noch in der Lausitz stattfindet und einen Beitrag zur dortigen Strukturentwicklung leistet – dann ist der Freude nichts mehr hinzuzufügen. Das Beispiel Apworks zeigt wie unter einem Brennglas, wie wichtig das Zusammenspiel von Wirtschaft und Wissenschaft ist. Eine innovative Wirtschaft gibt es nur mit einer starken Wissenschaft.“ Die Entscheidung von Apworks für Cottbus reihe sich ein in einen ganzen Strauß von Ansiedlungsentscheidungen für die Lausitz, unterstrich der Minister. Er verwies unter anderem auf das vom Bundesumweltministerium initiierte und im Aufbau befindliche Kompetenzzentrum in Cottbus, das sich mit dem Klimaschutz in energieintensiven Industrien beschäftigen wird.

„Die Kooperation zwischen der BTU und Apworks zeigt, wie aus Spitzenforschung und Hochleistungstechnologie neue wirtschaftliche Standbeine für die Lausitz entstehen können. Das ist nicht nur beispielhaft für die Umsetzung der Transferstrategie des Landes, sondern stärkt auch den Forschungsstandort Lausitz und damit die Strukturentwicklung in der Region“, sagte Wissenschaftsministerin Martina Münch. „Die begonnene Verzahnung von Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft wollen wir weiter ausbauen und den Wissenstransfer verstärken. Dies ist wesentlich für Innovation, wirtschaftliche Entwicklung, Fachkräftesicherung und gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Region.“

Für die Beschaffung des 3DLAB wurden im Rahmen der aktuellen Kooperation rund 12,5 Millionen Euro eingeplant. Weitere Landesmittel stehen für den Start des Fraunhofer-Instituts für Energieinfrastruktur und Geothermie sowie für den Aufbau des DLR-Instituts für CO2-arme Industrieprozesse bereit. Mit diesen langfristig angelegten und nachhaltigen Neuansiedlungen soll die Lausitz weiter vorangebracht werden.


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