IG Metall Cottbus und Südbrandenburg
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23.06.2021, 07:06 Uhr

Wirtschafts- und Strukturpolitik

Neue Ausgabe von „prägnant“: gute Gründe für den Erhalt und Ausbau ostdeutscher Facharbeiterbelegschaften

  • 10.03.2021
  • Aktuelles

Verlängerte Werkbänke, niedrige Tarifbindung, Billiglöhne, fehlende Konzernzentralen, dazu kaum Forschung und Entwicklung: Ein Image, das Ostdeutschland als Industriestandort seit der Wiedervereinigung begleitet. Gleichzeitig hat Ostdeutschland gerade in den traditionell gut ausgebildeten Facharbeiterbelegschaften einen "echten" Wettbewerbsvorteil. Warum täten Arbeitgeber gut daran, in die Aus- und Weiterbildung ihrer Fachkräfte zu investieren? Die neue Ausgabe der bezirklichen Publikationsreihe „prägnant“ gibt Antworten.

Gut qualifizierte Fachkräfte, das zeigt der neue bezirkliche Newsletter auf, werden auch im IG Metall-Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen rarer. Auch wenn die Arbeitslosenzahlen infolge der Coronapandemie im Bezirk derzeit leicht steigen, wird sich der Trend fortsetzen, Fachkräfte zukünftig fehlen.

Die Transformation der Industrie und deren Wettbewerbsfähigkeit kann jedoch nur mit gut ausgebildeten Fachkräften gelingen. In der aktuellen Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie fordert die IG Metall unter anderem betriebliche Zukunftstarifverträge zur Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten.

Dass der Erhalt der Ausbildungsplätze für die Mitglieder der IG Metall eine große Bedeutung hat, hat auch die Beschäftigtenbefragung 2020 der IG Metall ergeben: Knapp 86 Prozent der Befragten stufen den Erhalt der Ausbildungsplätze als sehr wichtig oder wichtig ein.

Auf fünf Seiten befasst sich Christoph Hahn, Gewerkschaftssekretär der IG Metall im Bezirk für Wirtschafts- und Strukturpolitik in der 13. Ausgabe von „prägnant“ mit dem aktuellen Fachkräftemangel in vielen Berufen. Er erklärt, warum die IG Metall den Erhalt der ostdeutschen Facharbeiterbelegschaften fordert, der aufgrund nachlassender Ausbildungsaktivitäten der Unternehmen zunehmend schwierig wird. Der Newsletter skizziert, welche Bedeutung Aus- und Weiterbildung für den Einzelnen, die Unternehmen und auch für die Region und das Wirtschaftswachstum haben und blickt auf die demografische Entwicklung, die Altersstruktur der Beschäftigten in den Betrieben und nennt Berufe, in denen heute schon Fachkräfte fehlen.

Der bezirkliche Newsletter „prägnant“ erscheint viermal pro im Jahr und widmet sich besonders bezirklichen Themen in der Wirtschafts-, Struktur- und Sozialpolitik.