IG Metall Cottbus und Südbrandenburg
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25.10.2020, 03:10 Uhr

Konstituierende Delegiertenversammlung der Geschäftsstelle Cottbus

Willi Eisele und Paul Rothe einstimmig als Bevollmächtigte wiedergewählt

  • 25.09.2020
  • Aktuelles

Mit 100 Prozent Zustimmung haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der konstituierenden Delegiertenversammlung am 24. September in Cottbus Willi Eisele als Ersten Bevollmächtigten und Paul Rothe als hauptamtlichen Zweiten Bevollmächtigten der IG Metall Cottbus in ihren Ämtern bestätigt. Sämtliche 25 Stimmberechtigten votierten in zwei geheimen Wahlgängen für die beiden.

Willi Eisele, Erster Bevollmächtigter (links) und Paul Rothe, Zweiter Bevollmächtigter (rechts), verabschieden Hans-Jürgen Kopfleisch, der mehrere Jahrzehnte im Ortsvorstand mitgearbeitet hat. - Fotos: Volker Wartmann

Der neugewählte Ortsvorstand der IG Metall-Geschäftsstelle Cottbus. Auf dem Bild fehlen Jörg Lebius und Carsten Richter.

Die beiden Bevollmächtigten und die Beisitzerinnen und Beisitzer des Ortsvorstandes wurden in geheimen Wahlen gewählt.

Christian Agocs, der neue Politische Sekretär der Geschäftsstelle Cottbus-Südbrandenburg, freut sich auf seine neuen Aufgaben in seiner alten Heimat.

Bezirksjugendsekretärin Astrid Gorsky stellte den Delegierten die Weiterbildungsangebote der IG Metall vor.

Die gebotenen Abstandsregelungen wurden bei der Veranstaltung vorbildlich eingehalten.

Außer den Bevollmächtigten wählten die Anwesenden auch sieben Beisitzerinnen und Beisitzer für den Ortsvorstand, drei Delegierte und ihre Stellvertreter für die Bezirkskonferenz, drei Mitglieder für die Tarifkommission der Metall- und Elektroindustrie und ein Mitglied für die Kommission Tischlerhandwerk Brandenburg.

Willi Eisele sagte nach seiner Wahl zu den Delegierten: „Es ehrt mich sehr, bei meiner 18ten und letzten Wahl so viel Vertrauen von Euch zu bekommen.“ Eisele wird Ende Dezember 2022 aus seinem Amt ausscheiden, weil er dann in Rente geht. In seiner Rede zum Geschäftsbericht 2016-2019 resümierte Eisele: „Die Geschäftsstelle Cottbus ist gut aufgestellt. Der Mix stimmt. Ihr könnt zuversichtlich in die Zukunft schauen.“

14 Tarifverhandlungen habe die IG Metall Cottbus in den vergangenen vier Jahren in ihrem Einzugsbereich geführt, von denen 10 mit einem Ergebnis abgeschlossen werden konnten, sagte Eisele in seinem Rückblick. Die Beitragsentwicklung in den vergangenen vier Jahren sei positiv. „Eine wichtige Aufgabe in den kommenden Jahren wird sein, die Geschäftsstelle Cottbus durch Organizing breiter und stärker aufzustellen“, sagte Eisele.

Auch der Zweite Bevollmächtigte Paul Rothe betonte, dass die Geschäftsstelle in den nächsten Jahren einen Schwerpunkt darauf legen werde, „neue Bereiche zu erschließen, in denen wir bisher noch nicht drin sind.“ Er sagte: „Wir wollen uns noch mehr auf Betriebserschließungen und Mitgliedergewinnung konzentrieren.“ Selbstverständlich werde dabei die Betreuung der „Bestandsbetriebe“ nicht vernachlässigt.

Rothe hob auch hervor, dass die Geschäftsstelle ihre Internet- und Social Media-Präsenz seit Anfang des Jahres massiv ausgebaut habe, um ihre Mitglieder während der Corona-Krise auf dem Laufenden zu halten. „Wir haben seit Beginn der Lockdown-Phase festgestellt, dass wir seit dieser Zeit enorm hohe Zugriffszahlen auf unsere Homepage haben“, so Rothe.

„Ich komm heme.“ Mit diesen Worten stellte sich Christian Agocs den Delegierten vor. Agocs arbeitet seit Sommer 2020 als Politischer Sekretär in der Geschäftsstelle Cottbus-Südbrandenburg. Dafür ist er in seine Heimat Falkenberg zurückgekehrt. Zuvor hatte er rund zehn Jahre für die IG Metall in Baden-Württemberg gearbeitet. Er freue sich sehr, den Menschen zu helfen, die Unterstützung in den Betrieben bräuchten, so Agocs: „Hier gibt es eine Menge zu tun.“

Agocs' Aufgabe ist unter anderem, den Ausbau der Kommunikation der Geschäftsstelle über die Sozialen Medien auszubauen. „Mit unserer neuen Facebook-Seite, die seit Juni 2020 online ist, haben wir bereits in kurzer Zeit eine sehr bemerkenswerte Reichweite erreichen können“, sagte Agocs in seiner ersten Zwischenbilanz.

Erfreut waren die Delegierten über die Teilnahme von Astrid Gorsky an der Veranstaltung. Gorsky ist die zuständige Jugendsekretärin der IG Metall-Bezirksleitung Berlin-Brandenburg-Sachsen und auch für berufliche Bildung und Qualifikation sowie gewerkschaftliche Bildungsarbeit zuständig. „Berufliche Bildung ist mehr als die Erstausbildung. Gerade in dieser Zeit der Digitalisierung  und Transformation, die durch die Corona-Krise eine neue Dimension erreicht haben, ist es wichtig, dass sich die Beschäftigten weiterbilden und -qualifizieren können, um auf die neuen Anforderungen und Herausforderungen vorbereitet zu sein“, sagte Gorsky. „Unsere Bildungsangebote unterstützen dabei, Möglichkeiten zu schaffen und Instrumente wie die Personalplanung gezielt zu nutzen, um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein.“

Die sieben Beisitzerinnen und Besitzer für den Ortsvorstand wurden jeweils mit überwältigender Mehrheit gewählt. Neu im Ortsvorstand ist Yvonne Stahl (SIK). Wiedergewählt wurden Bernd Gubatz (TransTec), Jutta Herfurth (Ü18), Uwe Sponholz (Sulzer), Sabine Tinz (Ü18) sowie Jörg Lebius (Actemium) und Carsten Richter (WVG).

Hans-Jürgen Kopfleisch, jahrzehntelang Mitglied des Ortsvorstandes und zwischen 2008 und 2018 ehrenamtlicher Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall-Geschäftsstelle Cottbus-Südbrandenburg, schied aus dem Ortsvorstand aus. Er wurde von den Delegierten feierlich verabschiedet. Ende September 2021 wird er in Rente gehen – mehr als verdient. Kopfleisch: „Dann werde ich mehr als 47 Jahre in meinem Leben gearbeitet haben.“